Ausschreibung zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Armut am 17.10.2019


Ausschreibung über den Veranstaltungsort und die Durchführung eines zentralen Gottesdienst in der Stadt Dresden anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober 2019

Suche Frieden und jage ihm nach! (Jahreslosung 2019, Psalm 34,15)

Sehr geehrte Frau Pfarrerin, sehr geehrter Herr Pfarrer,

liebe Schwestern und Brüder,

wie bereits im vergangenen Jahr möchten wir als Ökumenische Aktionsgruppe Dresden (ÖAD) Ihre Kirchgemeinde aufrufen, sich um den Austragungsort des Gottesdienstes anlässlich des „Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut“ am 17. Oktober 2019 und um seine Durchführung in der Stadt Dresden zu bewerben.

Die mitzuerlebende gesellschaftliche Entwicklung erfordert in besonderer Weise auch unser christliches Zeugnis und Engagement, um einer sich vollziehenden Spaltung der Gesellschaft in Arm und Reich entgegen zu wirken und für den sozialen Frieden innerhalb der Gesellschaft und für die Wahrung und Stärkung der Demokratie einzutreten.

Seit 1992 ist die Weltgemeinschaft von der UNO aufgerufen, am 17. Oktober die durch Armut aus ihrem Lebensumfeld ausgegrenzten Mitmenschen in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Damit nimmt der Internationale Tag zur Beseitigung der Armut einen Auftrag wahr, den auch die christliche Botschaft verkündigt. Aus diesem Grund gibt es an jenem Tag auch in Dresden seit 2014 einen zentralen, stadtweiten, ökumenischen Gottesdienst, der jeweils in einer anderen Kirchgemeinde stattfindet. In den vergangenen Jahren wurde ein solcher Gottesdienst in der Martin-Luther-Kir­che Dresden-Neustadt, in der Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen, in der Ev.- reformierten Gemeinde Dresden,  in der Christuskirche in Altstrehlen sowie in der Evangelisch-methodistischen Gemeinde  Dresden – Immanuelkirche gefeiert.

Traditionell schließt sich diesem Gottesdienst eine Fachveranstaltung an, die die Situation einer speziellen, von Armut und Ausgrenzung bedrohten Bevölkerungsgruppe unseres Landes reflektiert und nach Möglichkeiten der Abhilfe sucht. Die Umsetzung des Fachteiles erfordert die Kooperation mit Trägern politischer Bildung.

2019 jährt sich dieses Ereignis, welches von der ÖAD ins Leben gerufen wurde, in unserer Stadt zum sechsten Mal.

Das Jahr 2019, zu dem ich Ihnen – wenn auch ein wenig verspätet – Gottes Segen für Sie persönlich und für Ihren Dienst an der Gemeinde wünsche, ist ein für unsere Kirche und Gesellschaft sowohl im Rückblick als auch in der Vorausschau   besonderes Jahr (Wahljahr).Wir erinnern uns an das kirchliche Engagement vor 30 Jahren, das letztendlich großen Einfluss auf den Verlauf der friedlichen Revolution in unserem Land genommen hat. Wenn auch nicht mehr in der Intensität wie zur „Wendezeit“ haben doch weiterhin viele Kirchgemeinden versucht, die sich im Laufe der gesellschaftlichen Entwicklung ergebenden Aufgaben aus christlicher Sicht zu begleiten und auch den von Benachteiligung, Armut und Ausgrenzung betroffenen Menschen hilfreich beizustehen. Ich denke an Informationsgemeindeabende, an Initiativen wie Nachtcafés, Flüchtlingshilfen, Tafelstandorte usw.

Oftmals geht die­ses Bemühen bis an die Grenzen des Belastbaren der Mitarbeiter und ehrenamtlich in der Gemeinde Tätigen.

Das in diesem Schreiben dargelegte Angebot erscheint uns als eine gute Mög­lichkeit, eine Gemeinde in ihrem christlich–sozialpolitischen Engagement und im Bemühen um Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung zu unterstützen.

Es teilt das Anliegen des Ökumenischen Weges für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung, der 2015 mit Unterstützung der der sächsischen Landessynode initiiert wurde (www.oekumenischerweg.de). 

Die austragende Kirchgemeinde setzt mit dieser Veranstaltung über ihre Gemeinde­grenzen hinaus einen nachhaltigen Impuls christlichen Handelns. Die Evangelisch-methodistische Gemeinde Dresden – Immanuelkirche erhielt im vergangenen Jahr in Anerkennung und als Danksagung für die Ausrichtung der Veranstaltung einen Wanderpokal „Für ein Leben in Gerechtigkeit und Würde“. Dieser Pokal kann nach erfolgreicher Bewerbung und Mitwirkung in diesem Jahr an Ihre Gemeinde weitergereicht werden. Damit würdigt die ÖAD das Engagement der jeweilig austragenden Gemeinde. Gleichzeitig versinnbildlicht der Pokal das gemeinsame, fortlaufende Eintreten christlicher Kirchen in Dresden für Gerechtigkeit und Würde.

Die ÖAD mit ihren bewährten Kooperationspartnern, beispielsweise das ÖIZ,  wird die austragende Kirchge­meinde gern bei den inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitungen sowie in der Durchführung des Gottesdienstes unterstützen. Bitte informieren Sie sich über die bisherigen Veranstaltungen und deren Themen auf unserer Inter­netseite www.oea-dresden.de .

Mit diesem Schreiben möchten wir Ihrer Kirchgemeinde Mut machen, sich als Austragungsort des Gottesdienstes und seiner Durchführung anlässlich des von der UNO ausgerufenen Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut am 17. Oktober 2019 in der Stadt Dresden zu bewerben.

Über ein Interesse Ihrerseits würde sich der Lenkungskreis der ÖAD sehr freuen.

Ihre Rückmeldung erbitten wir bis zum 20.02.2019.

Die Entscheidung über den ausgewählten Veranstaltungsort wird allen an der Ausschreibung teilnehmenden Gemeinden zeitnah nach Ablauf der Rückmeldefrist mitgeteilt.

Setzen wir gemeinsam auch mit diesem ökumenischen Gottesdienst in unserer Stadt ein Zeichen gegen Armut und Ausgrenzung!

Mit freundlichen Grüßen

Pfr.i.R. Matthias Frauendorf

Projektleiter

der Ökumenischen Aktionsgruppe Dresden

 

Anlage:

Für eine Beteiligung an der Ausschreibung bitten wir folgende Hinweise zu beachten:

> Der Gottesdienst (GD) findet am Donnerstag, dem 17.10.19 (Datum des Gedenktages), statt.

> Die Gemeinde stellt Kirche und (bei Ansetzung eines sich an den Gottesdienst anschließenden Fachteils) Gemeinderaum kostenlos zur Verfügung.  

 >  Aus Vertretern der Gemeinde und der ÖAD konstituiert sich eine Arbeitsgruppe  (AG), die den ökumenischen GD inhaltlich und organisatorisch vorbereitet. Sie befindet über die erforderliche Anzahl der Vorbereitungstreffen.

>  Die AG legt in Abstimmung mit Pfarramtsleitung und dem Kirchenvorstand die Uhrzeit des Gottesdienstes fest. Wird die Veranstaltung wie bisher mit Gottesdienst und Fachvortrag begangen, so findet dieser im Anschluss an den Gottesdienst statt.

>  Die AG legt für den Gottesdienst ein, der Intention des „Internationalen Tages zur Beseitigung der Armut“ entsprechendes Thema im Kontext der biblischen Botschaft fest.

> Die Gemeinde beteiligt sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der kirchenmusikalischen Ausgestaltung des Gottesdienstes.

> Die AG sucht und gewinnt für diesen themenorientierten Gottesdienst einen entsprechenden Prediger.

> Die AG legt die dem Anlass des GD entsprechende Zweckbestimmung der Kollekte fest und führt sie dieser Zweckbestimmung zu.

> Die AG übernimmt für den Gottesdienst (und evt. auch für  den Vortrag) die innergemeindliche Öffentlichkeitsarbeit.

> Die ÖAD übernimmt über ihre Verteiler die stadtweite Öffentlichkeitsarbeit.