Diffamierung und Aufbegehren. Erwin Hahs (1887-1970): Kunst unter Diktaturen.


Vortrag und Gespräch: Mittwoch, 24.Mai 2017, 19:00 Gedenkstätte Münchner Platz Dresden.

Pressefreiheit, die Freiheit der Wissenschaft und des künstlerischen- kulturellen Schaffens, Religionsfreiheit sind unabdingbare Wesensbestandteile einer funktionierenden Demokratie.

Demokratische Gesellschaften sind sich dessen bewusst und stellen sich mit der Gestaltung ihrer Politik schützend vor diese Freiheiten.

Doch was bedeuten totalitäre Regime, Diktaturen für das Wirken von Kunstschaffenden, für die Freiheit der Kunst?

Der Maler und Grafiker Erwin Hahs (1887-1970) gehört zu den großen, jedoch weitgehend unbekannten Malern und Grafikern der deutschen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Er arbeitet mit Walter Gropius und Georg Kolbe zusammen. Sein Werk, das ein Spektrum von figürlichem Realismus, Expressivität und Abstraktion umfasst, gilt den Nationalsozialisten als „entartet“. Erwin Hahs muss 1933 seinen Lehrstuhl an der Kunstschule der Stadt Halle auf der Burg Giebichenstein verlassen.

Doch auch mit den Kunstvorstellungen der SED gerät der Künstler in Konflikt. Sein Schaffen auf der Burg Giebichenstein wird im Zuge der „Formalismusdebatte“ Anfang der 1950er Jahre als „bürgerliche Verfallskunst“ diskreditiert. Es entstehen Bilder des inneren Widerstandes. Weitgehend aus der Öffentlichkeit verdrängt, bleiben Erwin Hahs einzig im kirchlichen Raum Ausstellungsmöglichkeiten.

Die Hallenser Kunsthistorikerin, Frau Dr. Angela Dolgner, stellt am

Mittwoch, dem 24. Mai 2017, um 19 Uhr in der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden

das Leben und Werk des Malers und Grafikers Erwin Hahs vor unter dem Titel

Diffamierung und Aufbegehren. Erwin Hahs (1887-1970): Kunst unter Diktaturen“.

Anschließend diskutiert sie mit Dr. Paul Kaiser (Dresdner Institut für Kulturstudien) über den Umgang von Kunstschaffenden mit den Zumutungen durch Diktaturen. Das Gespräch moderiert Dr. Justus Ulbricht (Dresdner Geschichtsverein).

Die Veranstaltung findet in Kooperation der Gedenkstätte Münchner Platz Dresden mit der Ökumenischen Aktionsgruppe Dresden statt. Unterstützt wird sie von der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung, dem Kunstdienst der Ev.-luth. Landeskirche Sachsens sowie der KulturKirche Weinberg e.V.

Im Namen aller an der Veranstaltung Beteiligten laden wir herzlich zu dieser Veranstaltung ein. Bitte machen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten auf diese aufmerksam und reichen Sie die Einladung an Interessenten weiter. Danke!

Den Flyer für die Veranstaltung zum Download finden Sie hier.

Das Plakat zum Download finden Sie hier.

Die Veranstaltung ist kostenfrei.