Ökumenischer Gottesdienst in Dresden-Neustadt


Ökumenischer Gottesdienst anlässlich des „Internationalen Tages gegen Armut und Ausgrenzung“, am 17.Oktober 2014

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Am 17. Oktober hatte die Ökumenische Aktionsgruppe Dresden im Rahmen ihres Projektes: „Altersarmut und soziale Gerechtigkeit im Kontext der Rentenreformen“, im Zusammenwirken mit dem Ev.-Lutherischen-Kirchspiel Dresden–Neustadt und dem Ökumenischen Informationszentrum Dresden anlässlich des „Internationalen Tages gegen Armut und Ausgrenzung“ zu einem Ökumenischen Gottesdienst in die Martin-Lutherkirche Dresden-Neustadt eingeladen.

Unter dem Thema des Gottesdienstes: „Die im Dunkel sieht man nicht…“, einem Zitat aus der Dreigroschenoper von Bertolt Brecht, erlebten etwa fünfzig Gottesdienstbesucher unter Mitwirkung des Gemeindepfarrers Eckhard Möller, des Kath. Studentenpfarrers Pater Michael Beschorner und Prof. Dr. Ralf Evers von der Evangelischen Hochschule Dresden für Soziale Arbeit einen Gottesdienst, in dem angesichts von weltweiter Armut und Ausgrenzung zum Erkennen der Zeichen der Zeit und der daraus erwachsenen Verantwortung gegenüber dem Nächsten aufgerufen wurde. Prof. Evers appellierte in seiner Predigt an die Christinnen und Christen, nicht die Augen zu verschließen, sondern hinzuschauen, wahrzunehmen, zu beurteilen und zu handeln. Er hinterfragte, warum es den meisten Menschen so schwer fiele, die Zeichen der Zeit zu sehen und sich selbst ein kritisches Urteil zu bilden, als Mitmenschen zu handeln, welche „die im Dunkel sehen“.

Mitglieder der Ökumenischen Aktionsgruppe Dresden machten mit Betroffenheitsberichten aus verschiedenen Gemeindeabenden, in denen die gesellschaftliche Entwicklung der wachsenden Altersarmut im Kontext der Rentenreformen diskutiert wurde, aufmerksam.

Der Gottesdienst wurde musikalisch gestaltet von dem russischen Akkordeonduo Elena und Ruslan Kratschkowski, die Preisträger verschiedener internationaler Auszeichnungen sind. In der Heimat des Künstlerduos ersetzen Akkordeons oftmals die fehlende Orgel. Die beiden Musikpreisträger beherrschen dies in beeindruckender Perfektion und spielten auch Werke von Bach auf ihren Instrumenten.

Frau Kantorin Voigt begleitete mit der Orgel die Liturgie und den Gemeindegesang.

Die Predigt können Sie hier nachlesen und herunterladen. Die mit Genehmigung zur Verfügung gestellten Bilder vermitteln einen optischen Eindruck von diesem Gottesdienst.

Die im Anschluss an den Gottesdienst von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Ev.-Luth. Kirchspiel Dresden-Neustadt und der Ökumenischen Aktionsgruppe Dresden organisierte Veranstaltung zum Thema: „Armut im Alter – Probleme und Perspektiven der sozialen Sicherung“ musste leider ausfallen. Infolge des Streikes der Lokführergewerkschaft war der aus Köln kommende Referent, Prof. Dr. Christoph Butterwegge, genötigt kurzfristig abzusagen.

Die Veranstaltung wurde am 29. Mai 2014 in der Reihe „Dresdner Sozialforum“ nachgeholt.

Download: Einladungsflyer